Lasergeräte werden immer häufig für die Glasgravur eingesetzt. Allerdings können, je nach Glassorte bzw. Bleigehalt, leicht Sprünge auftreten. Deshalb sollte man bei der Glasgravur Vorsicht walten lassen. Das gilt ganz besonders auch für die Lasergravur von Mund-geblasenem Glas; hier kann sich das Verhalten buchstäblich von einem Objekt zum anderen verändern. Interessanterweise ist die Lasergravur bei billigerem Glas oft einfacher als bei Kristallglas. Der Grund: Ein hoher Bleianteil erschwert das Abtragen mit der Laserstrahlung.
Bei der Lasergravur von Glas lassen sich durch die Zugabe von Metallen, etwa Kobalt, Kupfer und Magnesium, schöne Farbeffekte erzielen. Mit Kobalt, zum Beispiel, erwirkt man eine blaue Färbung.
Die Glasgravur funktioniert wie folgt: Der Laserstrahl trifft auf die Glasoberfläche, erhitzt sie und sprengt feine Glaspartikel ab. Wichtig ist anschließend die Abkühlung, denn sonst entstehen Krater, die immer größer werden und die Lasergravur unsauber aussehen lassen.
Häufig empfiehlt sich bei der Glasgravur ein zweiter Durchgang. Allerdings sollte die Glasgravur auch nicht allzu häufig wiederholt werden, weil das Ergebnis sonst ausgefranst wirken kann. Ein Tipp: Das Gravurergebnis kann durch die Anfeuchtung der Glasoberfläche verbessert werden. Einfach befeuchtetes Zeitungspapier über das Glas legen oder Spülmittel aufsprühen - und die Glasgravur kann beginnen. Wichtig ist natürlich, dass die Oberfläche nicht allzu rasch wieder austrocknet.
Für Top-Ergebnisse bei der Glasgravur empfiehlt es sich zuweilen auch, eine Schutzfolie (Application Tape) aufzulegen. Dieses Verfahren hat sich im Trotec Applikationslabor bestens bewährt.
Wenn eine Tiefgravur mit Sandstrahlen indiziert ist, kann das Lasergerät die entsprechende Schablone rasch und einfach erstellen. Der Prozess: Erst wird das Deckmaterial auf das Glas geklebt, dann das Muster mit dem Lasergerät abgetragen und schließlich das Werkstück sandgestrahlt. Fertig!